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Freitag, 30. Dezember 2011

Fußball-Chef Schöll erhofft sich mehr Tore

CLAUS PFITZER

Mit Dominik Parham, Fabian Schrehardt und Bartosz Stawski hat der VfB Neckarrems seinen Kader ergänzt und auf den Abgang von Giuseppe D"Elia sowie das Auslandsstudium von Christer Zimmermann reagiert.


Trainer Markus Koch, sein Assistent Gerd Ranzinger und Vorstand Marcel Schöll haben die Situation des Fußball-Verbandsligisten VfB Neckarrems nach 19 Spielen, 23 Punkten und Platz elf analysiert. "Wir schießen zu wenig Tore und sind vorne zu ungefährlich. Wir spielen zwar einen attraktiven Fußball, sterben aber in Schönheit", berichtet Schöll vom Ergebnis des Sechs-Augen-Gesprächs.

Mit den 22 Treffern war kein großer Staat zu machen. Zum Vergleich: Tabellenführer Freiberg hat 40 Mal getroffen, Verfolger 1. Göppinger SV bejubelte schon 50 Tore. Um die Offensive zu beleben und Torjäger Mario Marinic zu entlasten, verpflichtete der VfB mit dem in Winnenden wohnhaften Dominik Parham von den Stuttgarter Kickers einen erfahrenen, großen und durchsetzungsstarken Stürmer sowie mit dem 20-jährigen Fabian Schrehardt einen jungen, entwicklungsfähigen Torjäger. Schrehardt hat für den TSV Haubersbronn in der Kreisliga A in der Vorrunde der laufenden Saison 20 Treffer erzielt. "Parham passt zu Marinic, er macht uns qualitativ besser. Er war immerhin sechs Jahre bei den Kickers. Schrehardt passt zu unserer Philosophie, junge Spieler weiterzuentwickeln",sagt Schöll über das neue Offensivduo.

Als Alternative für mehrere Defensivpositionen holte der VfB Bartosz Stawski vom Liga-Konkurrenten Tura Untermünkheim. Stawski spielte vor seinem Wechsel im Sommer 2011 nach Untermünkheim drei Jahre lang für den Landesligisten SV Fellbach. Mit der Verpflichtung von Stawski reagierte Neckarrems auf den mehrmonatigen studienbedingten Auslandsaufenthalt von Abwehrmann Christer Zimmermann. Getrennt hat sich der aktuelle Tabellenelfte von Giuseppe D"Delia, der im August vom TV Echterdingen gekommen war. Der Stürmer konnte berufsbedingt nur unregelmäßig trainieren. "Die Jungs müssen Gas geben. Wir wollen weiterhin attraktiven Fußball spielen und offensiv gefährlicher werden. Wenn wir unsere PS auf die Straße bringen, können wir nach der Winterpause noch eine gute Rolle spielen", ist sich der Neckarremser Fußball-Chef Schöll sicher.