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Freitag, 17. Februar 2012

15 von 17 tippen auf SV Schluchtern

Von Unserem Redakteur Alexander Bertok

Fussball - In der Unterländer Fußball-Bezirksliga wurden vor dem Saisonstart fünf oder sechs Vereine zu den Titelanwärtern gezählt. Nach 17 von 32 Spieltagen ist die Zahl der Favoriten auf zwei geschmolzen.


 

15 von 17 tippen auf SV Schluchtern

"Acht Punkte Vorsprung, das ist eine Hausnummer. Schluchtern spielt in einer eigenen Liga."

Marijo Maric, Union Böckingen

 

Der SV Schluchtern führt die Liga souverän mit acht Punkten Vorsprung auf die Union Böckingen an. Weitere sechs Zähler dahinter folgen die schon aussichtslosen VfL Brackenheim und Spvgg Frankenbach. Am Tabellenende sind die Sorgen bei bis zu vier Direktabsteigern groß. Selbst der Elfte FV Wüstenrot zittert noch. Am Sonntag startet die Bezirksliga in die zweite Saisonhälfte. Bei einer Umfrage unter Trainern und Funktionären aus der Bezirksliga ergab sich nicht Überraschendes. 15 von 17 Befragten tippen Schluchtern als Meister. In Sachen Abstieg wurden 16 Mal die beiden Schlusslichter VfL Eberstadt und Spvgg Möckmühl als fast sichere Absteiger gestippt.

Beim Spitzenreiter SV Schluchtern hat sich über die Winterpause einiges getan. Fünf Spieler sind gegangen und fünf gekommen. "Ich gehe davon aus, dass wir uns qualitativ verbessert haben. Wir sollten aber nun zumindest auf einigen Positionen einen größeren Konkurrenzkampf haben", sagt Trainer Peter Idziak, der vor allzu früher Titeleuphorie warnt. "Im Moment besteht kein Anlass, von unserem im Sommer anvisierten Ziel einstelliger Platz abzuweichen. Wir werden die nächsten drei Spiele abwarten und uns dann neu ausrichten."

Relegationsplatz

Dass der SV Schluchtern seinen Weg gehen wird, davon ist Spielertrainer Marijo Maric vom Verfolger Union Böckingen überzeugt. "Das ist eine erfahrene Truppe und acht Punkte Vorsprung, das ist schon eine große Hausnummer. Schluchtern spielt in einer eigenen Liga." Maric verfolgt ein anderes Ziel. "Für uns gilt es den Relegationsplatz abzusichern, um dann eventuell über die Trostrunde aufzusteigen."

Ein Team, das der Union gefährlich werden kann, ist der VfL Brackenheim. "Bei uns gibt es keinen Zwang und keinen Druck", sagt der kommissarische VfL-Abteilungsleiter Anton Till. " Wir sind im Kampf um Platz zwei lediglich ein Außenseiter. Wir legen Wert auf eine gute Kameradschaft und darauf, Spaß am Fußball zu haben. Damit kommt der Erfolg meist von selbst." Auch die Spvgg Frankenbach darf hoffen und hat durchaus noch Chancen auf Rang zwei.

Mit dem Zwischenstand Platz fünf ist man beim FC Heilbronn zufrieden. Positiv überrascht sei er, sagt Jürger Birkert, Sportlicher Leiter des FCH. "Man darf jetzt aber nicht übermütig werden. Ziel ist es, diesen Platz zu verteidigen." Oben dran bleiben will der Tabellensechste TSV Botenheim. "Noch einen, zwei Ränge nach oben", spekuliert deren Abteilungsleiter Heiko Kühner." Dort anknüpfen, wo man im alten Jahr aufgehört hat, will der SV Leingarten. Zuletzt gab es 2011 drei Siege zu vermelden.

Sieben Spieler sind bei den Aramäern Heilbronn gegangen und fünf gekommen. "Wir haben über den Jahreswechsel sicherlich an Qualität verloren. Man muss abwarten ob die Neuen die Abgänge kompensieren können", sagt Spielertrainer Jürgen Schulz. "Wir dürfen den Blick nach unten nicht vergessen, schielen in der Tabelle aber auf die Ränge fünf oder sechs."

Gut behauptet

Die TG Böckingen hat sich als Neunter gut behauptet. "Die Spieler haben sich reingehängt und sind mit der Aufgabe gewachsen. 23 Punkte zur Winterpause, das hat keiner von uns erwartet", lobt Trainer Volker Stuntz seine Akteure. Nicht zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf ist man in Ilsfeld und Wüstenrot. "So schnell als möglich die nötigen Punkte für den Ligaerhalt holen", lautet das Motto bei beiden Vereinen.

Enttäuscht hat die Spfr Lauffen. "Es war eine katastrophale Vorrunde", bilanziert Spielertrainer Heiko Bachmann, "wir waren in vielen Spielen gleichwertig, scheiterten aber an unserer Abschlussschwäche. Wir müssen jetzt von Anfang an auf die Tube drücken." Als Folge der Trennung von Trainer Sinan Korkar haben wichtige Leistungsträger Türkspor Neckarsulm verlassen und sich dem Abstiegskampf-Konkurrenten Blau-Weiß Heilbronn angeschlossen. Vieles spricht dafür, dass Blau-Weiß den Klassenerhalt schafft. "Wir haben viel an spielerischer Substanz verloren. Den Klassenerhalt zu schaffen, das wird sehr schwer", klagt dagegen Türkspor-Vorstand Cevat Merdan.

Noch nicht aufgegeben haben sich die drei Kellerkinder TSV Hardthausen, Spvgg Möckmühl und VfL Eberstadt. Doch die Chancen stehen schlecht.